„Wort zum Sonntag“ – Verzicht

Im Gegensatz zu den meisten anderen Artikeln wird das einer, den ich am selben Tag schreibe und veröffentliche. Es brennt mir nun einfach unter den Nägeln. Verzeiht also bitte stilistische Ecken und Kanten. 😉 (Wobei ich manche auch ganz bewusst eingebaut habe…) Und ein klein wenig off-topic – oder zumindest „rand-topic“ – ist es auch noch…
An der Stelle allerdings noch ein herzliches Willkommen den neuen Followern! Schön, dass ihr da seid! Ich hoffe, ich verschrecke euch mit dem Artikel nicht gleich. 😉

In den letzten Monaten habe ich viel Zeit mit Nachdenken verbracht, auch darüber, was verantwortungsbewusstes Leben bedeutet. Ein Begriff, auf den man dabei immer wieder stößt, ist der des Verzichts. Dabei beschleicht mich immer wieder das Gefühl, dass einem der Verzicht schmackhaft gemacht werden soll. Es wimmelt in Zeitschriften, Kolumnen und dem Fernsehen von Stimmen, die berichten, wie gut ihnen der Verzicht auf xy tut, dass es sich vielmehr um eine Befreiung als um eine Einschränkung handelt, oft werden sogar alternative Begriffe verwendet, denn „Verzicht“ klingt einfach nicht so attraktiv.

Versteht mich nicht falsch – ich bin der tiefen Überzeugung, dass wir nur mittels Verzicht eine Chance haben, die Erde als lebenswerten Ort zu erhalten. Was mich ärgert, ist vielmehr die Art, wie es uns „verkauft“ wird. Nämlich so, dass es mir persönlich nur gut tut, wenn ich auf xy verzichte, dass ich selbst schlussendlich nur einen Gewinn davon habe, mich freier und leichter und „wer weiß was alles“ fühle. Schlussendlich verzichte ich also gar nicht, ich gewinne immer nur. Ich glaube aber nicht, dass das so ist.

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