Gänseblümchen des Monats

Gänseblümchen im März & April

Ich lege mal wieder zwei Monate zusammen. 🙂 Und bin wieder erstaunt, wie viel Schönes in diesen beiden Monaten passiert ist! Die Gänseblümchen sind einfach eine klasse Gelegenheit, das zu reflektieren.

Die Idee der Gänseblümchen der Woche habe ich von Annie von Hoffnungsschein, die hier ein wenig darüber schreibt.

März

Der März war von vielen Fortbildungen durchzogen, wodurch ich versucht habe fünf Tage Arbeit in drei zu quetschen (mit mäßigem Erfolg – irgendwann muss man ja auch noch schlafen), um die anderen vier der jeweiligen Woche auf Fortbildung bzw. auf Reisen sein zu können – nicht unbedingt ein Rezept, um auf Dauer gesund zu bleiben, aber jetzt waren ja zum Glück Osterferien. 🙂

  • Ich habe eine wunderbare non-profit-Therapeutenfortbildung („Von Profis für Profis“) in Goslar besucht. Es trafen sich Therapeuten aus einer virtuellen Intervisionsgruppe und wer mochte, konnte kostenlos Workshops anbieten. So hatte jeder nur die Tagungshaus-Kosten zu tragen und konnte von einem bunten Strauß an Themen und Selbsterfahrungsmöglichkeiten profitieren. Ich habe selbst an einer wunderbar heilsamen Selbsterfahrung teilgenommen und selber zwei Workshops zum Thema „Computerspiele und Psychotherapie“ angeboten, die auf große Resonanz stießen. 🙂 Definitiv ein Highlight im März!
  • Kurz darauf habe ich zwei weitere Fortbildungen in einem Tagungshaus besucht, das ich sehr zu schätzen weiß – eine zu nicht(nur)medikamentösen Therapieansätzen bei Psychosen und eine zu Digitalisierung an Schulen (ich bin nebenberuflich noch an einer Schule im IT-Bereich tätig).
  • Außerdem konnte ich an einer Reise nach Prag teilnehmen – mit mir vertrauten wunderbaren Menschen und zwei ganz tollen Führungen. 🙂 Ein Highlight für mich als Kafka-Fan war natürlich das Kafka-Museum, in dem ich wahrscheinlich fünf mal so viel Zeit verbracht habe wie der Durchschnittsbesucher. 😀
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Trost – ein Therapeutikum für die Seele

Ich bin untröstlich!“, schluchzt die Dame mittleren Alters, die vor Kurzem überraschend Witwe geworden ist. Mit einem Taschentuch trocknet sie die Tränen, die ihr über die Wangen laufen. „Wie soll das denn jetzt nur weitergehen?“. Zur Beisetzung sind viele Menschen gekommen. Ein paar wenige gute Freundinnen hat sie, allerdings wissen diese auch nicht recht, wie sie helfen können. „Und eine hat gesagt, es würde bestimmt bald wieder gut werden und wollte mir Tipps geben, was ich jetzt tun soll! Ich will das überhaupt nicht! DIE KÖNNEN MIR GESTOHLEN BLEIBEN MIT IHREM TROST!!“, brüllt sie nun in größter Wut und Erschütterung.

Solche Gespräche kann man erleben, wenn man therapeutisch arbeitet, aber auch im ganz privaten Umfeld. Was tut man in solch einer Situation? Jemanden trösten, bei dem sich zur Trauer auch noch Wut mischt, scheint doppelt schwer.

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