Hänschen Klein – von ungesunden Bindungen und nötigen Ablösungen

Wer kennt es nicht – das berühmte Lied „Hänschen Klein“? Seit Generationen gehört es zu einem der Klassiker der deutschen Kinderlieder. Der Text ist wohlvertraut:


Hänschen klein, ging allein
In die weite Welt hinein,
Stock und Hut stehn ihm gut,
Ist gar wohlgemut.
Aber Mutter weinet sehr,
Hat ja nun kein Hänschen mehr.
Da besinnt sich das Kind,
kehrt nach Haus geschwind.

Aber was sagt dieser Text eigentlich aus? (Vorwegnahme: das ist nicht das Original; das kommt später…)

Psychologisch etwas ziemlich Fatales. Doch beginnen wir am Anfang: Wir haben Hänschen, das in die weite Welt geht. Es ist ausgerüstet mit dem, was es braucht und ist zuversichtlich, seine Reise anpacken zu können. „In die Welt ziehen“ gehört zum Erwachsenwerden, nur durch Ablösung von der Mutter bzw. den primären Bezugspersonen können wir psychisch reifen.

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