Trost – ein Therapeutikum für die Seele

Ich bin untröstlich!“, schluchzt die Dame mittleren Alters, die vor Kurzem überraschend Witwe geworden ist. Mit einem Taschentuch trocknet sie die Tränen, die ihr über die Wangen laufen. „Wie soll das denn jetzt nur weitergehen?“. Zur Beisetzung sind viele Menschen gekommen. Ein paar wenige gute Freundinnen hat sie, allerdings wissen diese auch nicht recht, wie sie helfen können. „Und eine hat gesagt, es würde bestimmt bald wieder gut werden und wollte mir Tipps geben, was ich jetzt tun soll! Ich will das überhaupt nicht! DIE KÖNNEN MIR GESTOHLEN BLEIBEN MIT IHREM TROST!!“, brüllt sie nun in größter Wut und Erschütterung.

Solche Gespräche kann man erleben, wenn man therapeutisch arbeitet, aber auch im ganz privaten Umfeld. Was tut man in solch einer Situation? Jemanden trösten, bei dem sich zur Trauer auch noch Wut mischt, scheint doppelt schwer.

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Zwischenstand der Blogparade „Trost“

Ihr Lieben,

ich bin sehr berührt von den vielen wunderbaren Beiträgen, die bereits eingegangen sind! Wie versprochen poste ich hier nun einen Überblick über alle bisher veröffentlichten Artikel (und hab‘ es selbst immer noch nicht geschafft, meinen eigenen Artikel fertigzustellen *hüstel*):

Blogparade: TROST – von trienchen von coulors & darkness
trienchen stellt hier unter Anderem sehr schön dar, welchen inneren Kampf man im Zusammenhang mit Trost manchmal führt, wenn die inneren Stimmen zu laut rufen und wie es oft einfach ums „da-Sein“ geht. Absolut lesenswert!


Blog-Parade zum Thema „Trost“ – von Madeline von Learning to live
Madeline stellt in ihrem wunderbaren Artikel insbesondere die Wortlosigkeit und die Individualität von Trost heraus und führt mit einer berührenden Erzählung ins Thema ein. Wunderbar!


Trost: Warum Ratschläge Menschen in schwierigen Situationen nicht weiterhelfen? – von Silke Loers
Silke beschreibt aus ihrer besonderen Sicht als Coach, aber auch als Privatperson, eine Vielzahl an wichtigen Aspekten. Besonders gut haben mir die Umarmung, das Aushalten der Hilflosigkeit, die Möglichkeiten zum Selbsttrost, die Notwendigkeit von Absprachen / Nachfrage gefallen und der Satz „Ratschläge sind auch Schläge“ gefallen. Sehr lesenswert!


Wie ich Trost erlebe und wie ich getröstet werden möchte – von Julia von Lebenswelt
Julia gibt in ihrem sehr lesenswerten Beitrag sehr persönliche und beeindruckend differenzierte Einblicke in ihre eigenen Dynamiken beim Thema „Trost“. Auch sie arbeitet heraus, dass es oft einfach um’s „Da-Sein“ und nicht ums Tun geht. Besonders gefreut habe ich mich, dass sie auch den Haustieren als Trostspender einen gebührenden Platz einräumt. 🙂


Die Wahrheit im Trost – von Robert/Wicca Secret von Robinioblog
Robert beleuchtet nochmals ganz neue Aspekte: er öffnet in seinem lesenswerten Artikel hin zum gesellschaftlichen Diskurs und thematisiert auch die Dimension „Männer und Trost“. Mir hat auch gut gefallen, wie er von Herzensöffnung und dem Moment der Verbundenheit im Blickkontakt schreibt.


Trost – ein Gedicht von brig von brigwords
Heute ging ganz frisch ein wunderbares Gedicht von Brig ein! Dort thematisiert sie die spirituelle Dimension des ganz umfassenden Trosts und Getröstetwerdens. Hat mich sehr berührt.

Ach, ich bin wirklich ganz beglückt von euren wundervollen Beiträgen! Ihr tragt so viele verschiedene Aspekte zusammen; es ist eine Freude, das alles zu lesen! 🙂
Allen, die noch nicht teilgenommen haben, möge dieser Beitrag als Ermutigung dienen! Je mehr ganz individuelle Ansichten und Erfahrungen (schließlich haben wir alle irgendeine Erfahrung mit Trost gemacht) zum Tehma zusammen kommen, desto größer wird der gemeinsame Schatz, der entsteht! Hier findet ihr den ursprünglichen Auruf.

Habt ein schönes Wochenende, lasst euch vom Sonnenschein küssen und inspirieren! 🙂

Titelbild: (c) Mightyhansa, Water droplet on a leaf, Kontrast, Ausschnitt, Hinzufügen von Text von Jeca (Psycho-Psyche-Therapie-Blog), kreiert mit canva (www.canva.com), Lizenz: CC BY-SA 3.0

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Wo gehts denn hier zum Bahnhof - Witz - Psychologie - Psychotherapeuten-Witz

Wo geht’s denn hier zum Bahnhof?

Achtung: wer heute miesepetrig sein und nicht lachen möchte, möge sich hüten, auf untenstehenden Link zu klicken! Wer allerdings schon immer wissen wollte, was Therapeuten und andere im Sozialwesen Tätige auf diese hochkomplexe Frage antworten, dem sei die Sammlung von Werner Eberwein sehr ans Herz gelegt!

Wo geht’s denn hier zum Bahnhof?

Viel Spaß beim Lesen! 🙂

Bild: Thomas Then, Buergerbahnhof Landsberg am Lech, Lizenz: CC BY 3.0

Traum, Traumdeutung, Schritte, Traumerinnerung verbessern

Traumerinnerung verbessern – 7 Anfängertipps + Traumtagebuchvorlage

Ich träume nicht! – Könnte der Satz von dir sein? Dann bist du hier richtig! Jeder Mensch träumt pro Nacht mehrere Stunden, nur können sich die meisten Menschen an das, was da in der Nacht passiert, nicht erinnern. Die gute Nachricht ist: das kann man ändern! Nachfolgend sieben Tipps für Anfänger, um die Traumerinnerung zu steigern:

1) Die Bedeutsamkeit macht’s

Unser Gehirn ist gut darin, irrelevante Inhalte schnell zu vergessen bzw. sich gar nicht erst zu merken (abgesehen von FunFacts – das ist ein Phänomen für sich 😉 ). Das ist ein nützlicher Mechanismus; schließlich wäre die Informationsflut der heutigen Zeit anders gar nicht zu bewältigen. Ein Beispiel:
Welche Beiträge kamen in der letzten Nachrichtensendung, die du gesehen hast? Oder was hast du zuletzt an Nachrichten auf einer Nachrichtenseite gesehen? Na? – Du wirst dich höchstens noch an die Beiträge erinnern, die für dich in irgendeiner Weise relevant waren. So ist es auch mit unseren Träumen. Solange wir unseren Träumen keine Bedeutsamkeit beimessen, werden wir uns auch nicht an sie erinnern. Ziel ist es also, dem Gehirn zu verklickern: „Hallo – neue Information: Träume sind wichtig! Erinnere dich dran!“

Allein schon durch das Lesen dieses Blogbeitrags legst du einen wichtigen Grundstein, um dich künftig besser an deine Träume erinnern zu können!

2) Traumerinnerung verbessern: der Zeitpunkt ist entscheidend!

Mit Träumen müssen wir uns sofort nach dem Aufwachen beschäftigen: Fünf Minuten nach dem Aufwachen haben wir bereits etwa 90% unserer Träume vergessen! Wichtig ist es also, nach dem Aufwachen noch im Bett liegen zu bleiben und zu versuchen, die Geschichten der Nacht zu rekonstruieren.

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Aus der Praxis 3 – Setz‘ dich! – Entscheidungsfindung mal anders

In der Rubrik „Aus der Praxis“ möchte ich euch ermöglichen, mir über die Schulter zu schauen und Einblicke zu bekommen, wie ich konkret arbeite und welche Hilfsmittel ich dafür nutze. Fallbeispiele sind aus Datenschutzgründen selbstverständlich stark verfremdet.

Wer kennt es nicht – eine Entscheidung zwischen zwei oder mehr Dingen ist zu treffen! Man hat womöglich akribisch eine Pro- und Contra-Liste erstellt, sich das Hirn zermartert, aber irgendwie kommt man der Entscheidung doch nicht näher. Na? Wem kommt das bekannt vor?

Wie ihr vielleicht wisst, arbeite ich unter Anderem in einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme. Dort habe ich mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu tun, die vor der großen Entscheidung stehen, welchen Beruf sie später einmal ausüben möchten. Häufig kommt es dann vor, dass ich mit dieser Fragestellung aufgesucht werde.


Fallbeispiel: Micha

Micha ist 18 Jahre alt und ein sozialer Typ. „Was mit Menschen“ möchte er gerne machen und hat sich nach diversen Praktika am wohlsten in einem Kindergarten und in einem Altenpflegeheim gefühlt. Er hat sich bereits gut informiert und Listen angefertigt: Beide Berufe haben Vor- und Nachteile bezüglich der Berufsschule, der Entlohnung, der Arbeitszeiten und vielem mehr und halten sich über alles gemittelt die Waage.

„Ich eier‘ da schon länger rum“, sagt er, „und irgendwie blockiert mich das total. Ich weiß nicht weiter. Haben Sie eine Idee?“

Ja, hab ich. 🙂

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Helfer – Menschen !

So, mein erster Reblog! Hierauf bin ich gerade bei Wechselwelten gestoßen. Dieser Beitrag spricht mir aus der Seele und ermutigt mich, diesen Weg auch weiter zu gehen.
Authentisch-Sein bedeutet ja auch nicht, dass man mit seinen Patienten seine tiefsten Verletzungen teilen muss (das dürfen wir nicht und das ist auch gut so). Aber einfach zeigen, dass man auch ein Mensch ist mit Lust auf Schokolade, mit Humor, mit Ärger über das Sudelwetter usw…
Oder auch mal mitteilen, dass man sich getäuscht hat bei einer Diagnose oder einer Vermutung über einen Zusammenhang. Da sind wir ja schon beim Thema „Deutungshoheit“, das wohl einen extra Artikel verdient hat…
Aber nun lest erstmal die wunderbaren Worte von Wechselwelten (die Kommentare lohnen sich übrigens auch – insbesondere der über ein kaputtes Türschloss und durch Fenster steigende Patienten… 🙂 )
Habt ein schönes Wochenende! 🙂

Sigmund Freuds Couch

Psychotherapeuten auf der Couch?

Na? Irritiert? Gut so! Und andererseits schade. Denn es zeigt, wie wenig bekannt es ist:

Psychotherapeuten gehen während ihrer Ausbildung selbst in Therapie.

Und das ist wichtig. Wie könnten wir denn anderen Menschen beim Erforschen ihrer inneren Landkarte, beim Bezwingen von Bergen und Durchschreiten von Tälern, helfen, wenn wir unsere eigene innere Landschaft nicht kennen? Auch wir haben Berge und Täler, sonnendurchflutete Wiesen und dunkle Höhlen. Und nur, wenn wir wissen, wie wir uns auf den verschiedenen Terrains bewegen müssen, können wir unseren Patienten als „Guide“ auf ihrem ganz eigenen Weg begleiten.

Ansonsten könnte es auch passieren, dass wir die innere Landschaft unseres Patienten mit unserer eigenen verwechseln und – sogar ohne es zu merken – uns selbst im Patienten versuchen zu therapieren. Außerdem sammeln wir natürlich eine ganze Reihe an wertvollen Erfahrungen:

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*kreisch* Noch ein Umzug… psychopsychetherapie.blog

Ihr Lieben,

es ist mir total peinlich – naja, vielleicht geht es als: „Auch Psychologen machen Fehler und können total verpeilt sein“ durch. Ja! Klar! das war alles so geplant!! So ist das!

Spaß beiseite. Ich habe vor dem Umzug zwar recherchiert bezüglich rechtlicher Aspekte, allerdings habe ich übersehen, dass es ein E-Book mit dem Titel „Psycho und Therapie“ gibt. Da ich nicht sicher weiß, ob es da zu Problemen kommen kann und mir eine Rechtsberatung dafür zu teuer ist, muss ich nochmal umziehen. 😦 Innerhalb von 48 Stunden kann ich das zumindest ohne zusätzliche Kosten und mache das deshalb sofort. Diesmal auch wirklich gründlich recherchiert:

https://psychopsychetherapie.blog

Bitte nehmt also DIESE Adresse in eure Blogroll auf… Entschuldigt bitte vielmals die vielen Beiträge heute… Ich hoffe, das ist wirklich der letzte!!

Und was habe ich draus gelernt? (Wir sind hier schließlich auf einem therapeutisch wertvollen Blog…)

  • Mache wichtige Dinge erst NACH Feierabend und nicht zwischen Terminen
  • Mache wichtige Dinge an Tagen, an denen du dich nicht grundsätzlich verpeilt fühlst (Ja, ich habe auch „so Probleme wie normale Menschen„)
  • Sei gnädig mit dir selbst – jedem passieren mal Fehler
  • Hoffe auf liebe und verständnisvolle Follower 😉

In diesem Sinne…


Blogparade Trost echter Trost spenden Psychotherapie trösten

[Aufruf!] Blog-Parade zum Thema „Trost“

Liebe Mit-Blogger,

Trost kennen wir alle und wir wünschen ihn uns alle, wenn es uns schlecht geht. Und so oft bekommen wir den Trost nicht, den wir ersehnen. Machmal scheint das Umfeld überfordert zu sein und nicht zu wissen, wie es auf eine gute Weise Trost spenden kann. Und da kommt ihr ins Spiel:


Schreibt einen Blog-Artikel zum Thema!

Ein paar Gedankenanstöße:

  • Was ist für dich „guter“, „echter“ Trost?
  • Muss Trost zwingend von einem anderen Menschen kommen?
  • In welchen Situationen hast du hilfreichen Trost erfahren?
  • Welche negativen Erfahrungen hast du mit Trost gemacht?
  • Wie tröstest du selber andere Menschen?
  • Hast du vielleicht auch im beruflichen Kontext mit Trost zu tun?
  • Wünschst du dir etwas im Bezug auf den gesellschaftlichen Diskurs zum Thema?
  • … und selbstverständlich alles, was du sonst noch mitteilen möchtest.

Interesse? Dann lies weiter:

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[Hinweis] Psycho-Psyche-Therapie nun auf Instagram!

Ihr Lieben,

ein kleiner Hinweis zwischendurch: Psycho-und-Therapie gibt es HIER nun auch auf Instagram!
Dort werde ich regelmäßig „Psycho_und_Therapie-Quotes“ posten, die meistens einzelnen Blogbeiträgen entnommen sind.

Ich freu mich auf euren Besuch! Follows werden natürlich mit Gegen-Follows beantwortet…

Und: Ein herzliches Willkommen allen neuen Followern hier! Schön, dass ihr da seid!