Wo gehts denn hier zum Bahnhof - Witz - Psychologie - Psychotherapeuten-Witz

Wo geht’s denn hier zum Bahnhof?

Achtung: wer heute miesepetrig sein und nicht lachen möchte, möge sich hüten, auf untenstehenden Link zu klicken! Wer allerdings schon immer wissen wollte, was Therapeuten und andere im Sozialwesen Tätige auf diese hochkomplexe Frage antworten, dem sei die Sammlung von Werner Eberwein sehr ans Herz gelegt!

Wo geht’s denn hier zum Bahnhof?

Viel Spaß beim Lesen! 🙂

Bild: Thomas Then, Buergerbahnhof Landsberg am Lech, Lizenz: CC BY 3.0

Traumsymbole Träume Bedeutung Traumdeutung C.G. Jung

[Träume] Auf der Suche nach einer seriösen (Traum-)Symboldatenbank?

Immer wieder stoße ich im Netz auf Seiten, die sich mit Traumdeutung befassen; finde in Foren und sozialen Netzwerken Links auf zum Teil dubiose Inhalte, die mehr an ein Horoskop als an eine seriöse Informationsseite erinnern. Gibt es kostenlos überhaupt etwas Brauchbares? (Achtung – auch in kostenpflichtigen Angeboten / Büchern findet man oft Quacksalberei)

Empfehlen kann ich Symbolonline; geschrieben von Psychotherapeuten, die nach C.G. Jung ausgebildet worden sind. Die jungianische Psychologie beschäftigt sich eingehend mit Symbolik und hat auf dieser Seite eine Vielzahl an Traumsymbolen zusammengetragen und ausführlich erklärt – kostenlos und jederzeit zugreifbar :

https://symbolonline.de/

Anders als auf manch anderer Seite wird man hier kein „wenn du im Traum das siehst, dann bedeutet das das“ finden, sondern eine Vielzahl an möglichen Interpretationen, die auf die eigene Situation hin angepasst werden müssen. Die spannende Herausforderung, den Brückenschlag zum eigenen Leben und der vielleicht gemeinten Gegebenheit zu finden, bleibt uns hier zum Glück erhalten! [Alles Andere ist ohnehin unseriös und schlicht falsch]

Ich persönlich stöbere dort sehr gerne und lerne immer wieder etwas Neues über Traumsymbole dazu….

Mehr lesen zum Thema „Träume“?

Hilfeschrei aus dem Traum
Sind Träume nur Schäume?
Aus der Praxis 2: Wie deutet man Träume? 8 Schritte zum Ziel

Bildnachweis: (c) Gozitano, Dreamcatcher in the sky, Helligkeits-, Kontrast- und Farbtonveränderung von Jeca (Psychologik), CC BY-SA 4.0

[Link] Johannes – einfühlsame Langzeitreportage über ein Kind mit Autismus

Kürzlich habe ich in der ARD-Audiothek eine wunderbare Langzeitreportage angehört, die ich gerne weiterempfehlen möchte. Die Journalistin ist die Tante von Johannes, dem Kind, das in der Reportage begleitet wird. Einfühlsam und aus der besonderen Perspektive einer nahen Verwandten spricht sie mit den Eltern, die nach Johannes‘ schwerem Start ins Leben zuerst gar nicht einordnen können, wie sich ihr Sohn entwickelt. Auch Johannes selbst kommt im Verlauf dieser Jahre zu Wort. Eine Reportage, die mir ans Herz ging.

Vielleicht was fürs Wochenende oder die nächste Autofahrt?

Hier kann man den etwa 50-minütigen Beitrag anhören und herunterladen.

Mein Podcast-Roll

Lange war es still – meine herzliche Entschuldigung dafür. Die neue Arbeitstelle, von der ich beim letzten Gänseblümchen berichtet habe, gefällt mir gut, allerdings hat sie zusammen mit einigen anderen Aktivitäten im Januar doch viel Zeit gekostet. Ich habe allerdings die Hoffnung, dass der Februar etwas überschaubarer wird und sich hier im Blog dann auch wieder mehr tut.

Berufsbedingt sitze ich viel im Auto und habe kürzlich die Welt der Podcasts (beim Autofahren) für mich entdeckt, weswegen ich den ersten Beitrag des neuen Jahres nutzen möchte, um euch meinen aktualisierten Podcast-Roll ein wenig ausführlicher darzustellen…

Jung und freudlos: Eine Assistenzärztin, ein Assistenzarzt und ein Medizinstudent podcasten aus der Uniklinik Freiburg zu allen möglichen psychotherapeutischen Themen; hauptsächlich geht es um verschiedene Diagnosen und mögliche Behandlungen. Immer wieder laden sie auch Experten ein, mit denen sie ins Gespräch kommen. Insbesondere für Laien empfehlenswert, da immer mit den Grundlagen des jeweiligen Themas begonnen wird. Aber auch als Fachmann/-frau hört man noch spannende Zusatz-Infos. Ganz abgesehen davon, dass Ismene, Sebastian und Moritz die Folgen einfach sehr sympathisch gestalten. 🙂

Lacast: Zugegeben – beim Lacast muss man es wirklich wollen. 😉 Florentin Will kommt regelmäßig mit dem Lacan-Experten Rolf Nemitz ins Gespräch, um die Psychoanalyse nach Jacques Lacan zu ergründen, welche sich selbst nicht als Psychotherapieform versteht. Die Folgen bauen aufeinander auf und vermitteln das Grundgerüst des lacanianischen Denkens. Ein durchaus spannendes Gedankenspiel, das dem Hörer immer wieder Denkanstöße mitgibt. Grundwissen in „normaler“ Psychoanalyse sind an einigen Stellen von Vorteil.

Weiterlesen…

[Link] Plädoyer im Ärzteblatt für breitere Psychotherapie-Forschung

[Aufgrund verschiedener Verbands-Aktivitäten, bei denen ich maßgeblich involviert bin, müssen die versprochenen Artikel leider noch ein bisschen warten. Damit es aber nicht langweilig wird, hier ein sehr lesenswerter Artikel von einem renommierten Psychologie-Professor]

„Wir brauchen eine Vielfalt an evidenzbasierter Psychotherapie“

In der Oktober-Ausgabe des Deutschen Ärzteblatts plädiert Professor Falk Leichsenring für eine breitere Psychotherapie-Forschung. Er weist darauf hin, dass mit den drei von der Krankenkasse finanzierten Psychotherapieverfahren und medikamentösen Methoden vielen Patienten nicht geholfen werden kann und diskutiert die Problematik und die Gründe, dass sich beinahe die gesamte Psychotherapie-Forschung um Kurzzeittherapien mit bis zu 16 Stunden Länge (also eine Variante der Verhaltenstherapie) dreht.

Mir selbst ist aus dem Studium und Hospitationszeiten in psychotherapeutischen Einrichtungen die Verhaltenstherapie relativ vertraut. Ihre Stärke liegt ganz klar in den Skills, die sie den Patienten vermittelt und kann damit für viele Menschen eine Verbesserung ihrer Symptomatik erzielen. Die analytische Psychotherapie (neben der Psychoanalyse, dem dritten Richtlinienverfahren) ist mir natürlich aus meiner Ausbildung am C.G. Jung-Institut vertraut und hat ihre große Stärke unter Anderem in den Theorien zu Archetypen, Traumdeutung und im therapeutischen Sandspiel. Die analytische Therapie ist zwar ebenfalls als Verfahren anerkannt und wird von den Kassen übernommen, wird aber dramatisch weniger erforscht.

Andere Verfahren, beispielsweise die humanistische Psychotherapie, unter der sich Methoden wie Transaktionsanalyse, Körperpsychotherapie, Gestaltpsychotherapie oder Psychodrama vereinigen, haben in der universitären Forschung beinahe keine Chance; dabei bieten sie ebenfalls wunderbare Methoden, die für viele Menschen hilfreich sein könnten. Gerade für die, die mit den drei Richtlinienverfahren keine Erfolge erzielen konnten.
Leichsenring spricht diese anderen Verfahren in seinem Artikel nicht an, aber gerade hier wünsche ich mir eine weitere Öffnung.

Dennoch sehe ich diesen Artikel als einen wichtigen Wegweiser und freue mich, dass er im Ärzteblatt platziert wurde. In unserem Gesundheits- und Forschungssystem muss sich an dieser Stelle – zum Wohle der Hilfesuchenden! – grundlegend etwas ändern.

Nachtrag: An dieser Stelle gibt es sogar eine Bundestags-Petition mit dem Ziel, (zumindest) alle drei Richtlinienverfahren wieder in die universitäre Lehre und die Universitätsambulanzen einzubringen. Bisher sind 59 von 60 Lehrstühlen von Verhaltenstherapeuten besetzt – ein m.E. unhaltbarer Zustand. Ich freue mich, dass es jetzt sogar diese Bundestagspetition dazu gibt und ermutige sehr zur Unterzeichnung!

[Link] Sendung mit der Maus – die unsichtbare Krankheit

Noch ein kleiner Linktipp zwischendurch, bevor die „großen“ Beiträge kommen:

Momentan gibt es hier in der ARD-Mediathek eine Sendung mit der Maus zum Thema „psychische Erkankungen“. Nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene schön anzusehen. Auf eine ganz grundsätzliche und liebevolle Art wird vermittelt, dass seelische Schmerzen und Verletzungen genauso wie körperliche einer Behandlung bedürfen. Einige Kinder erzählen von ihren Erfahrungen in einer stationären Einrichtung, zudem wird ein Interview mit der dortigen Leiterin gezeigt, die Einblicke in den Alltag der Station gibt.

Auch für Erwachsene bieten sich interessante (kleine) Einblicke in die Arbeit einer solchen Einrichtung. Die Aufmachung, insbesondere mit den Comic-Kindern, die ihre (echten) Erfahrungen dort schildern und von Freud und Leid erzählen, fand ich sehr berührend. Klasse sind natürlich auch Sammy, Fanta und Tiptop, die in der Sendung vorgestellt werden. Wer oder was das wohl ist? 🙂

[Computerspiele/Link] – Der Egoshooter „Far Cry 5“ als Aufklärer über Sekten

Das ZDF hat vor etwas mehr als zwei Monaten einen interessanten Beitrag zu „Far Cry 5“, einem Egoshooter, veröffentlicht.
In einem etwa zweiminütigen Video wird – auch mit kleinen Interviews der Entwickler – die Idee des Spiels gezeigt. Es soll einen Einblick in die Gefährlichkeit von Sekten geben. Auch die damit verbundenen Themen wie Patriotismus, Fanatismus, Waffenbesitz und aktuelle politische Entwicklungen werden aufgegriffen.

Ich habe das Spiel selbst nicht gespielt, es scheint mir aber ein gutes Beispiel dafür zu sein, dass es auch in Egoshootern, die von Vielen meist sofort in die Ecke „Hauptsache, es wird blutig getötet“ gesteckt werden, um weit mehr gehen kann.

Hier also der Link – das kleine Video anzusehen lohnt sich auf jeden Fall und auch der Text ist die zwei Minuten, die man zum Lesen braucht, Wert. 🙂