Wo gehts denn hier zum Bahnhof - Witz - Psychologie - Psychotherapeuten-Witz

Wo geht’s denn hier zum Bahnhof?

Achtung: wer heute miesepetrig sein und nicht lachen möchte, möge sich hüten, auf untenstehenden Link zu klicken! Wer allerdings schon immer wissen wollte, was Therapeuten und andere im Sozialwesen Tätige auf diese hochkomplexe Frage antworten, dem sei die Sammlung von Werner Eberwein sehr ans Herz gelegt!

Wo geht’s denn hier zum Bahnhof?

Viel Spaß beim Lesen! 🙂

Bild: Thomas Then, Buergerbahnhof Landsberg am Lech, Lizenz: CC BY 3.0

Helfer – Menschen !

So, mein erster Reblog! Hierauf bin ich gerade bei Wechselwelten gestoßen. Dieser Beitrag spricht mir aus der Seele und ermutigt mich, diesen Weg auch weiter zu gehen.
Authentisch-Sein bedeutet ja auch nicht, dass man mit seinen Patienten seine tiefsten Verletzungen teilen muss (das dürfen wir nicht und das ist auch gut so). Aber einfach zeigen, dass man auch ein Mensch ist mit Lust auf Schokolade, mit Humor, mit Ärger über das Sudelwetter usw…
Oder auch mal mitteilen, dass man sich getäuscht hat bei einer Diagnose oder einer Vermutung über einen Zusammenhang. Da sind wir ja schon beim Thema „Deutungshoheit“, das wohl einen extra Artikel verdient hat…
Aber nun lest erstmal die wunderbaren Worte von Wechselwelten (die Kommentare lohnen sich übrigens auch – insbesondere der über ein kaputtes Türschloss und durch Fenster steigende Patienten… 🙂 )
Habt ein schönes Wochenende! 🙂

wechselwelten

Ich kann gar nicht laut und stark genug sagen, wie hilfreich es ist, wenn wir neben der Fachkompetenz von professionellen Helfermenschen die Menschlichkeit miterleben dürfen. Es ist so wichtig und wertvoll für uns, wenn Helfer_innen in unserer Anwesenheit laut überlegen ob jetzt ein warmes oder ein kaltes Getränk passend ist. Wenn wir sagen dass uns das aktuell stürmisch-feucht-nasse Wetter nervt, uns tüdelig macht und wir als Rückmeldung „Ja, das ist für mich auch anstrengend (…)“ bekommen und nicht sofort ein „Was würde, könnte da jetzt helfen?“. Wenn unser Gegenüber sagt, dass sie noch außer Atem ist, weil sie gerade Fahrrad gefahren ist. Oder auch wenn kurz nach dem Einstieg unterbrochen werden muss weil Helfermensch noch auf Toilette muss.
All diese scheinbaren Kleinigkeiten verschwanden so oft, weil es doch um uns ging…
Neben all dem Fachwissen, neben all dem Raum den Helfer_innen für uns frei machen wollen damit wir da sein…

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*kreisch* Noch ein Umzug… psychopsychetherapie.blog

Ihr Lieben,

es ist mir total peinlich – naja, vielleicht geht es als: „Auch Psychologen machen Fehler und können total verpeilt sein“ durch. Ja! Klar! das war alles so geplant!! So ist das!

Spaß beiseite. Ich habe vor dem Umzug zwar recherchiert bezüglich rechtlicher Aspekte, allerdings habe ich übersehen, dass es ein E-Book mit dem Titel „Psycho und Therapie“ gibt. Da ich nicht sicher weiß, ob es da zu Problemen kommen kann und mir eine Rechtsberatung dafür zu teuer ist, muss ich nochmal umziehen. 😦 Innerhalb von 48 Stunden kann ich das zumindest ohne zusätzliche Kosten und mache das deshalb sofort. Diesmal auch wirklich gründlich recherchiert:

https://psychopsychetherapie.blog

Bitte nehmt also DIESE Adresse in eure Blogroll auf… Entschuldigt bitte vielmals die vielen Beiträge heute… Ich hoffe, das ist wirklich der letzte!!

Und was habe ich draus gelernt? (Wir sind hier schließlich auf einem therapeutisch wertvollen Blog…)

  • Mache wichtige Dinge erst NACH Feierabend und nicht zwischen Terminen
  • Mache wichtige Dinge an Tagen, an denen du dich nicht grundsätzlich verpeilt fühlst (Ja, ich habe auch „so Probleme wie normale Menschen„)
  • Sei gnädig mit dir selbst – jedem passieren mal Fehler
  • Hoffe auf liebe und verständnisvolle Follower 😉

In diesem Sinne…


[Hinweis] Psycho-Psyche-Therapie nun auf Instagram!

Ihr Lieben,

ein kleiner Hinweis zwischendurch: Psycho-und-Therapie gibt es HIER nun auch auf Instagram!
Dort werde ich regelmäßig „Psycho_und_Therapie-Quotes“ posten, die meistens einzelnen Blogbeiträgen entnommen sind.

Ich freu mich auf euren Besuch! Follows werden natürlich mit Gegen-Follows beantwortet…

Und: Ein herzliches Willkommen allen neuen Followern hier! Schön, dass ihr da seid!

„Haben Sie auch so Probleme wie normale Menschen?“

Kürzlich habe ich in einer Hauptschulklasse (Alter der Schüler: zwischen 16 und 19) einen Suchtpräventionsvortrag zum Thema „Computerspiele“ gehalten. Ich hatte mich als Psychologin vorgestellt, woraufhin sich in etwa Folgendes abspielte:

Schüler 1: „Boah krass… also Sie sind so… Psycho…was? Psychologin? Boah… dann können Sie mich jetzt so voll analysieren und so, wie ich mich beweg und was ich eigentlich mein und so, oder? Und was ich so denk? Kann man Sie dann gar nicht anlügen??“

Das erinnerte mich ein wenig an die Begegnung mit der älteren Dame, von der ich hier berichtet habe. Eigentlich hätte ich diese ehrfürchtige Vorstellung ja erstmal bestätigen und erst am Schluss auflösen sollen, aber die Klasse hatte bis dahin so gut mitgemacht, dass ich mich getraut habe, mich zu „outen“. 😉

Auch dieser Schüler schien einerseits erleichtert, aber andererseits auch ein wenig enttäuscht, als ich ihm mitteilte, dass das nur Klischees sind. Natürlich haben wir durch unsere lange Ausbildung und durch unsere Berufserfahrung gewisse Fähigkeiten entwickelt und können eher korrekte Hypothesen aufstellen als Laien, aber es bleiben dennoch Hypothesen, die wir nur im Verlauf einer Behandlung prüfen können.
Klasse war dann auch noch Schüler 2, der den Titel für diesen Beitrag lieferte:

Weiterlesen…

[Link] Johannes – einfühlsame Langzeitreportage über ein Kind mit Autismus

Kürzlich habe ich in der ARD-Audiothek eine wunderbare Langzeitreportage angehört, die ich gerne weiterempfehlen möchte. Die Journalistin ist die Tante von Johannes, dem Kind, das in der Reportage begleitet wird. Einfühlsam und aus der besonderen Perspektive einer nahen Verwandten spricht sie mit den Eltern, die nach Johannes‘ schwerem Start ins Leben zuerst gar nicht einordnen können, wie sich ihr Sohn entwickelt. Auch Johannes selbst kommt im Verlauf dieser Jahre zu Wort. Eine Reportage, die mir ans Herz ging.

Vielleicht was fürs Wochenende oder die nächste Autofahrt?

Hier kann man den etwa 50-minütigen Beitrag anhören und herunterladen.

Was Nettes zwischendurch

Kleine Komplimente haben oft unverhofft große Wirkung – das konnte ich letzte Woche wieder erleben. Nach einem langen Arbeitstag kam ich nach Hause und traf im Treppenhaus zum ersten Mal seit ich dort wohne den Mann vom Gebäudeservice, welcher gerade dabei war, den Boden zu wischen. Dabei kam es zu folgendem Dialog:

Ich: Ah! Sie machen hier also immer so toll sauber! Vielen Dank. Ich freue mich immer an dem sauberen Treppenhaus.

Er (hält inne, sieht mich mit großen Augen an): … jetzt echt? … dass mir jemand mal sowas sagt, das passiert vielleicht ein Mal im Monat. Ich mach ja auch den Streudienst…

Ich (dazwischengeworfen): Dafür bin ich SO dankbar!

Er: …Und so ziemlich jeden Tag schreit irgendjemand aus ’nem Fenster und sagt mir, ich würde zu viel streuen oder zu wenig, zu früh räumen oder zu spät, oder dass ich doch einen Streifen auf dem Weg ungestreut lassen soll, schließlich würde man ja sonst das Salz ins Haus tragen usw… Immer ist irgendjemand nicht zufrieden. Dabei steh ich um viertel nach vier auf, damit jeder morgens sicher aus dem Haus gehen kann!
Das tut mir jetzt so gut, dass Sie mal was Nettes sagen.


… und er putzte danach beschwingt weiter…

Kleine Geste, große Wirkung… 🙂 Was Nettes zwischendurch tut uns allen doch mal gut… stimmt’s?

Auf dem Weg zum Jahreswechsel 5

Silvester steht vor der Tür und damit auch der letzte Impuls. Am letzten Tag darf man Dinge ja vielleicht auch ein bisschen anders machen und so gibt es heute zwei verschiedene Teile. 🙂
Im ersten geht es um einen Aspekt, der bisher noch keine Beachtung bekommen hat, nämlich unser Körper:

  • Wie habe ich im vergangenen Jahr die Beziehung zu meinem Körper erlebt? Habe ich mich überhaupt in Beziehung mit ihm gefühlt?
  • Womit habe ich meinem Körper Gutes getan?
  • Womit habe ich meinem Körper geschadet?
  • Gibt es etwas, das ich mir von meinem Körper gewünscht hätte?
  • Wofür bin ich meinem Körper dankbar?

Im zweiten Teil geht es um Überschriften:

  • Welche Überschrift gebe ich dem Jahr?
  • Welche Überschriften gebe ich den einzelnen Monaten?
  • Gibt es andere sinnvolle Abschnitte, in die ich das Jahr unterteilen kann und denen ich Überschriften zuordnen möchte?

… mit diesen Gedanken wünsche ich euch/Ihnen allen einen schönen Jahreswechsel in ein gutes, neues Jahr 2019 mit vielen besonderen Momenten und wertvollen Begegnungen!

… und noch ein Comic zum Abschluss:

© Liz Climo

http://lizclimo.tumblr.com/post/106742350204/happy-new-year-may-it-be-a-prosperous-one

Auf dem Weg zum Jahreswechsel 4

Am vorletzten Tag der „Reise“ zum Jahreswechsel geht es um die Spiritualität. Im weitesten Sinne, sodass möglichst jeder ein paar Fragen findet, mit denen er etwas anfangen kann.
Heute gerahmt von Zitaten.

„Ich bin. Aber ich habe mich nicht. Darum werden wir erst.“

Ernst Bloch
  • Hat Spiritualität / Religiosität im vergangenen Jahr eine Rolle in meinem Leben gespielt?
  • Habe ich in spiritueller Hinsicht eine besondere Erfahrung gemacht?
  • Hatte ich (religiöse oder nicht-religiöse) Rituale, die mich in meinem Alltag begleitet haben? Taten sie mir gut? Hätte ich mir welche gewünscht?
  • Gibt es eine spirituelle/religiöse/… Person, von der ich in diesem Jahr diesbezüglich etwas gelernt habe?
  • War ich auf einem Retreat oder einer anderen Form der „Reise“/Besinnungstage? Konnte ich etwas davon im Alltag integrieren?
  • Hatte ich zu irgendeinem Zeitpunkt Sehnsucht nach einem höheren Wesen/einer höheren Macht/Gott?

„Menschen sind
wie Kirchenfenster.
Wenn die Sonne scheint,
strahlen sie in allen Farben,
aber wenn die Nacht kommt,
kann nur ein Licht im Innern
sie voll zur Geltung bringen.“

Elisabeth Kübler-Ross


Hänschen Klein – von ungesunden Bindungen und nötigen Ablösungen

Wer kennt es nicht – das berühmte Lied „Hänschen Klein“? Seit Generationen gehört es zu einem der Klassiker der deutschen Kinderlieder. Der Text ist wohlvertraut:


Hänschen klein, ging allein
In die weite Welt hinein,
Stock und Hut stehn ihm gut,
Ist gar wohlgemut.
Aber Mutter weinet sehr,
Hat ja nun kein Hänschen mehr.
Da besinnt sich das Kind,
kehrt nach Haus geschwind.

Aber was sagt dieser Text eigentlich aus? (Vorwegnahme: das ist nicht das Original; das kommt später…)

Psychologisch etwas ziemlich Fatales. Doch beginnen wir am Anfang: Wir haben Hänschen, das in die weite Welt geht. Es ist ausgerüstet mit dem, was es braucht und ist zuversichtlich, seine Reise anpacken zu können. „In die Welt ziehen“ gehört zum Erwachsenwerden, nur durch Ablösung von der Mutter bzw. den primären Bezugspersonen können wir psychisch reifen.

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