[Ich hab da mal ne Frage] Wie schaffst du es, die Balance zu finden zwischen Herausfordern und Akzeptieren? (2)

Von Himmelsstürmer stammt diese spannende Frage, von der ich einige Aspekte schon im ersten Teil des Artikels aufgegriffen habe:

Wie schaffst du es, die Balance zu finden zwischen Herausfordern und Akzeptieren? Du erkennst sicher oft schnell den Knotenpunkt, aber wie hältst du es aus, ihn nicht gleich damit zu konfrontieren und ihn herauszufordern, einen Schritt zu machen? Wie findest du das richtige Tempo, um ihn zu fordern, aber nicht zu überfordern? Fällt es dir leicht, dich zurück zu halten, auch wenn du schon von Anfang an siehst, wo das Problem liegt? Gibst du auch mal Dinge vor oder versuchst du ihn alles selbst entdecken zu lassen, auch, wenn es länger dauert? Bist du eher ein Führer oder ein Begleiter? Hoffe du verstehst, worauf ich hinaus will? Vielen Dank schonmal!

Hier nun die restlichen Fragen mit Antworten:

Weiterlesen „[Ich hab da mal ne Frage] Wie schaffst du es, die Balance zu finden zwischen Herausfordern und Akzeptieren? (2)“

[Ich hab da mal ne Frage]

Im letzten Beitrag endete ich mit diesem Zitat aus einer Therapiestunde:

Patient, etwa 20 Jahre, ganz am Ende der Stunde; wir arbeiteten da seit etwa 3 Monaten zusammen.
Pat: „… ich hab da mal ne Frage!“
Ich: „Ja, schießen Sie los!“
Pat.: „Soll ich mit Ihnen eigentlich auch über meine Probleme reden?“

😀 😀 Ein Schmunzeln konnte ich mir nicht verkneifen… (ich fand bei ihm einen sehr ressourcenorientierten Ansatz zielführend)

Beim weiteren Nachdenken fiel mir dann aber auf, wie klug diese Frage eigentlich ist, wenn man sie etwas weiter denkt: denn schlussendlich fragt er ja, was ich als Psychologin von ihm als Patienten erwarte.

Und daraus entstand meine Idee einer neuen Kategorie, die ich auch gerne „Ich hab da mal ne Frage…“ nennen würde – vorerst mal als Arbeitstitel. In dieser Kategorie sollen EURE Fragen beantwortet werden. Was wolltet ihr einen Psychologen / Psychotherapeuten (in Ausbildung) schon immer gern mal fragen? Das können eben genau solche Fragen sein wie:
– „Hast du Erwartungen an deine Patienten?“
„Haben Sie auch so Probleme wie normale Menschen?“
– „Gibt es Fälle, von denen du dich nur schwer distanzieren kannst?“
– „Gibt es etwas was dich so richtig an deinem Job nervt?“

… oder etwas ganz Anderes. Ich verspreche, zu jeder Frage einen Antwort-Artikel zu verfassen!
Sollte jemand anonym fragen wollen, könnte man sich z.B. eine anonyme Mailadresse einrichten und mir eine Mail schicken. Ansonsten natürlich auch gerne per Kommentar hier unten (anonym z.B. mit Angabe einer 10-minute-Mailadresse)…

Also: was wolltet ihr einen Psychologen schon immer mal fragen?

Ein ganz herzliches Willkommen an dieser Stelle natürlich auch allen neuen Lesern / Followern! Schön, dass ihr da seid! Vielleicht habt ihr ja auch schon eine Frage? 🙂


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Lebenszeichen / Ich hab da mal ne Frage…

Ihr Lieben,

ich lebe noch! 🙂
Allerdings habe ich derzeit so viele berufliche, ehrenamtliche und persönliche Baustellen, dass der Blog die Anzahl der Bälle, die ich gleichzeitig in der Luft halten kann, einfach sprengt. Leider muss ich momentan einige schöne „Bälle“ zur Seite legen, denen ich dann mal aus der Ferne zuwinke in der Hoffnung, sie bald wieder aufnehmen zu können.
Hier habe ich in den vergangenen Jahren viel dazu gelernt – früher hätte ich es wahrscheinlich doch irgendwie probiert und irgendwann wären alle Bälle heruntergefallen. (Und schließlich bin ich ja hier vielleicht auch ein bisschen ein Rollenvorbild 😉 )

Ein Goodie aus einer Therapiestunde möchte ich euch gern mitgeben, da daraus auch eine Idee für eine künftige Beitragsreihe entstanden ist – dazu demnächst mehr:

Patient, etwa 20 Jahre, ganz am Ende der Stunde; wir arbeiteten da seit etwa 3 Monaten zusammen.
Pat: „… ich hab da mal ne Frage!“
Ich: „Ja, schießen Sie los!“
Pat.: „Soll ich mit Ihnen eigentlich auch über meine Probleme reden?“


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Bild: guilaine, Question-423604 640, CC0 1.0 (gemeinfrei)

Wo gehts denn hier zum Bahnhof - Witz - Psychologie - Psychotherapeuten-Witz

Wo geht’s denn hier zum Bahnhof?

Achtung: wer heute miesepetrig sein und nicht lachen möchte, möge sich hüten, auf untenstehenden Link zu klicken! Wer allerdings schon immer wissen wollte, was Therapeuten und andere im Sozialwesen Tätige auf diese hochkomplexe Frage antworten, dem sei die Sammlung von Werner Eberwein sehr ans Herz gelegt!

Wo geht’s denn hier zum Bahnhof?

Viel Spaß beim Lesen! 🙂

Bild: Thomas Then, Buergerbahnhof Landsberg am Lech, Lizenz: CC BY 3.0

Helfer – Menschen !

So, mein erster Reblog! Hierauf bin ich gerade bei Wechselwelten gestoßen. Dieser Beitrag spricht mir aus der Seele und ermutigt mich, diesen Weg auch weiter zu gehen.
Authentisch-Sein bedeutet ja auch nicht, dass man mit seinen Patienten seine tiefsten Verletzungen teilen muss (das dürfen wir nicht und das ist auch gut so). Aber einfach zeigen, dass man auch ein Mensch ist mit Lust auf Schokolade, mit Humor, mit Ärger über das Sudelwetter usw…
Oder auch mal mitteilen, dass man sich getäuscht hat bei einer Diagnose oder einer Vermutung über einen Zusammenhang. Da sind wir ja schon beim Thema „Deutungshoheit“, das wohl einen extra Artikel verdient hat…
Aber nun lest erstmal die wunderbaren Worte von Wechselwelten (die Kommentare lohnen sich übrigens auch – insbesondere der über ein kaputtes Türschloss und durch Fenster steigende Patienten… 🙂 )
Habt ein schönes Wochenende! 🙂

*kreisch* Noch ein Umzug… psychopsychetherapie.blog

Ihr Lieben,

es ist mir total peinlich – naja, vielleicht geht es als: „Auch Psychologen machen Fehler und können total verpeilt sein“ durch. Ja! Klar! das war alles so geplant!! So ist das!

Spaß beiseite. Ich habe vor dem Umzug zwar recherchiert bezüglich rechtlicher Aspekte, allerdings habe ich übersehen, dass es ein E-Book mit dem Titel „Psycho und Therapie“ gibt. Da ich nicht sicher weiß, ob es da zu Problemen kommen kann und mir eine Rechtsberatung dafür zu teuer ist, muss ich nochmal umziehen. 😦 Innerhalb von 48 Stunden kann ich das zumindest ohne zusätzliche Kosten und mache das deshalb sofort. Diesmal auch wirklich gründlich recherchiert:

https://psychopsychetherapie.blog

Bitte nehmt also DIESE Adresse in eure Blogroll auf… Entschuldigt bitte vielmals die vielen Beiträge heute… Ich hoffe, das ist wirklich der letzte!!

Und was habe ich draus gelernt? (Wir sind hier schließlich auf einem therapeutisch wertvollen Blog…)

  • Mache wichtige Dinge erst NACH Feierabend und nicht zwischen Terminen
  • Mache wichtige Dinge an Tagen, an denen du dich nicht grundsätzlich verpeilt fühlst (Ja, ich habe auch „so Probleme wie normale Menschen„)
  • Sei gnädig mit dir selbst – jedem passieren mal Fehler
  • Hoffe auf liebe und verständnisvolle Follower 😉

In diesem Sinne…


[Hinweis] Psycho-Psyche-Therapie nun auf Instagram!

Ihr Lieben,

ein kleiner Hinweis zwischendurch: Psycho-und-Therapie gibt es HIER nun auch auf Instagram!
Dort werde ich regelmäßig „Psycho_und_Therapie-Quotes“ posten, die meistens einzelnen Blogbeiträgen entnommen sind.

Ich freu mich auf euren Besuch! Follows werden natürlich mit Gegen-Follows beantwortet…

Und: Ein herzliches Willkommen allen neuen Followern hier! Schön, dass ihr da seid!

„Haben Sie auch so Probleme wie normale Menschen?“

Kürzlich habe ich in einer Hauptschulklasse (Alter der Schüler: zwischen 16 und 19) einen Suchtpräventionsvortrag zum Thema „Computerspiele“ gehalten. Ich hatte mich als Psychologin vorgestellt, woraufhin sich in etwa Folgendes abspielte:

Schüler 1: „Boah krass… also Sie sind so… Psycho…was? Psychologin? Boah… dann können Sie mich jetzt so voll analysieren und so, wie ich mich beweg und was ich eigentlich mein und so, oder? Und was ich so denk? Kann man Sie dann gar nicht anlügen??“

Das erinnerte mich ein wenig an die Begegnung mit der älteren Dame, von der ich hier berichtet habe. Eigentlich hätte ich diese ehrfürchtige Vorstellung ja erstmal bestätigen und erst am Schluss auflösen sollen, aber die Klasse hatte bis dahin so gut mitgemacht, dass ich mich getraut habe, mich zu „outen“. 😉

Auch dieser Schüler schien einerseits erleichtert, aber andererseits auch ein wenig enttäuscht, als ich ihm mitteilte, dass das nur Klischees sind. Natürlich haben wir durch unsere lange Ausbildung und durch unsere Berufserfahrung gewisse Fähigkeiten entwickelt und können eher korrekte Hypothesen aufstellen als Laien, aber es bleiben dennoch Hypothesen, die wir nur im Verlauf einer Behandlung prüfen können.
Klasse war dann auch noch Schüler 2, der den Titel für diesen Beitrag lieferte:

Weiterlesen…

[Link] Johannes – einfühlsame Langzeitreportage über ein Kind mit Autismus

Kürzlich habe ich in der ARD-Audiothek eine wunderbare Langzeitreportage angehört, die ich gerne weiterempfehlen möchte. Die Journalistin ist die Tante von Johannes, dem Kind, das in der Reportage begleitet wird. Einfühlsam und aus der besonderen Perspektive einer nahen Verwandten spricht sie mit den Eltern, die nach Johannes‘ schwerem Start ins Leben zuerst gar nicht einordnen können, wie sich ihr Sohn entwickelt. Auch Johannes selbst kommt im Verlauf dieser Jahre zu Wort. Eine Reportage, die mir ans Herz ging.

Vielleicht was fürs Wochenende oder die nächste Autofahrt?

Hier kann man den etwa 50-minütigen Beitrag anhören und herunterladen.

Was Nettes zwischendurch

Kleine Komplimente haben oft unverhofft große Wirkung – das konnte ich letzte Woche wieder erleben. Nach einem langen Arbeitstag kam ich nach Hause und traf im Treppenhaus zum ersten Mal seit ich dort wohne den Mann vom Gebäudeservice, welcher gerade dabei war, den Boden zu wischen. Dabei kam es zu folgendem Dialog:

Ich: Ah! Sie machen hier also immer so toll sauber! Vielen Dank. Ich freue mich immer an dem sauberen Treppenhaus.

Er (hält inne, sieht mich mit großen Augen an): … jetzt echt? … dass mir jemand mal sowas sagt, das passiert vielleicht ein Mal im Monat. Ich mach ja auch den Streudienst…

Ich (dazwischengeworfen): Dafür bin ich SO dankbar!

Er: …Und so ziemlich jeden Tag schreit irgendjemand aus ’nem Fenster und sagt mir, ich würde zu viel streuen oder zu wenig, zu früh räumen oder zu spät, oder dass ich doch einen Streifen auf dem Weg ungestreut lassen soll, schließlich würde man ja sonst das Salz ins Haus tragen usw… Immer ist irgendjemand nicht zufrieden. Dabei steh ich um viertel nach vier auf, damit jeder morgens sicher aus dem Haus gehen kann!
Das tut mir jetzt so gut, dass Sie mal was Nettes sagen.


… und er putzte danach beschwingt weiter…

Kleine Geste, große Wirkung… 🙂 Was Nettes zwischendurch tut uns allen doch mal gut… stimmt’s?